PermaWaldGarten


Projektbericht Oberensingen
Die Fläche in Oberensingen ist unsere erste Experimentier- und Lernfläche - ein Ort, an dem wir neue Ansätze für ökologische Aufwertung, Artenvielfalt und Wassermanagement praktisch erproben.
Oberensingen wurde uns durch einen freundlichen Hinweis aus unserem Netzwerk vermittelt und konnte so als weiteres Projektgebiet in unsere Arbeit einfließen. Sie liegt in einem ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet, was ihren ökologischen Wert zusätzlich unterstreicht und gleichzeitig besondere Sorgfalt bei Pflege und Entwicklung erfordert.
Oberensingen ist damit nicht nur ein ökologischer Versuchsraum, sondern auch ein sozialer Treffpunkt - ein Ort für gemeinsames Arbeiten, Beobachten und Lernen.
Unsere Ziele auf der Fläche
Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Vitalisierung der alten Streuobstwiese in Oberensingen von der Pflege der bestehenden Bäume bis zur Ergänzung neuer, standortgerechter Obstgehölze. Ebenso wichtig ist die Förderung der Biodiversität, indem wir Blühpflanzen, Strukturen und ökologische Maßnahmen schaffen, die Insekten, Vögeln und Kleintieren zugutekommen. Auf der Fläche gab es einiges für uns zu tun, viele der Bäume waren in einem sehr schlechten Gesundheitszustand, Hartriegel und Brombeeren und wilde Rosen übernahmen die Fläche und unterdrückten andere Bäume und Pflanzen.
.png)
Experimentierfeld für ökologische Methoden
.png)
Alte Streuobstwiese revitalisieren
.png)
Biodiversität steigern
Frühjahr 2025 - Startschuss & grundlegende Pflege

Im Frühjahr 2025 begann die aktive Arbeit auf der Fläche in Oberensingen. Die Hälfte des Bestandes wurde, teilweise nach vielen Jahren ohne Pflege, geschnitten, um ihre Vitalität wiederherzustellen.
Besonders beschäftigt waren wir mit dem Zuschneiden der wuchernden Brombeeren, Hartriegel und wilden Rosen, um wieder Überblick auf der Fläche zu schaffen und die alten Obstbäume freizustellen.
Damit wurde der Grundstein gelegt für bessere Fruchtbildung, mehr Licht im Bestand und ein insgesamt gesünderes Streuobst-Ökosystem.
Am 20. März fand die erste Pflanzaktion statt: Den Altbestand, der hauptsächlich aus alten Apfelsorten und Birnen besteht, haben wir unter anderem ergänzt durch Kirschpflaume, Blutpflaume, Quitte, Pfirsich und Maulbeere. Davor führten wir eine Bodenanalyse durch, um den Nährstoffstatus zu bestimmen und zukünftige Pflanzungen optimal auf den Standort abzustimmen.
Mit Arten wie der Maulbeere setzen wir bewusst auf sogenannte Klimabäume: nicht heimische, aber klimaresiliente Gehölze, die Hitze und Trockenheit gut tolerieren.
Damit die Fläche den Sommer besser übersteht, wurde die Regenrinne an der kleinen Hütte erneuert und ein System zur Regenwassersammlung vorbereitet. Das anfallende Schnittgut verarbeiteten wir zu Holzhackschnitzeln, die als Mulch den Boden vor Austrocknung schützen.
Der Start ins Jahr zeigte: Mit gezielter Pflege, neuen Gehölzen und ersten Infrastrukturmaßnahmen lässt sich ein ehemals vernachlässigter Ort schnell wiederbeleben. Das Frühjahr bildete damit den Auftakt für ein ökologisch und gemeinschaftlich sehr starkes Jahr in Oberensingen.

Aufgrund der Verfassung der Fläche fiel beim Baumschnitt so viel Totholz an, dass wir die Fläche zunächst bereinigen mussten, um wenig später wieder pflanzen zu können.


Bodenanalyse Oberensingen
Die Bodenanalyse zeigt: Die Fläche in Oberensingen besitzt einen sehr vitalen, humusreichen Boden, der eine starke Grundlage für Obstbäume, Wiesenkräuter und ein artenreiches Mosaik aus Pflanzen bietet. Mit einem Humusgehalt von 4,75 % gehört der Standort bereits zu den fruchtbaren Böden, die Wasser gut speichern und ein aktives Bodenleben unterstützen.
Gleichzeitig wird aber deutlich, dass der Boden unausgewogen versorgt ist:
-
Zu viel Stickstoff,
-
zu wenig Phosphor und Kalium,
-
sowie ein zu niedriger pH-Wert für langfristig stabile Obstbaumentwicklung.
Diese Schieflage ist typisch für jahrzehntelang genutzte Streuobstwiesen und wirkt sich auf Blühpflanzen, Wurzelentwicklung und Baumvitalität aus.
Auffällig sind zudem sehr hohe Spurenelementwerte wie Mangan, Eisen und Kupfer. Diese deuten auf Verdichtung, zeitweise Staunässe und eingeschränkte Bodenbelüftung hin - Faktoren, die wir in den nächsten Jahren gezielt verbessern. Der erhöhte Kupfergehalt deutet vermutlich auf einen früheren intensiven Einsatz kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel oder belasteter Wirtschaftsdüngemittel hin.
Unser Maßnahmenplan setzt deshalb auf:
-
Tiefwurzler, um den Unterboden zu lockern,
-
und ein schonendes Mahdregime zur Entnahme von überschüssigem Stickstoff.
So entsteht Schritt für Schritt ein stabiler, widerstandsfähiger Lebensraum, der Artenvielfalt fördert, Wasser besser puffert und die Obstbäume langfristig stärkt.
Mit dem Raiffeisen Laborservice arbeiten wir seit der ersten Fläche zusammen.
Frühsommer 2025 - Pflanzen, Bodenanalyse & Sensemahd
Im Frühsommer 2025 stand die Entwicklung der Fläche ganz im Zeichen gezielter Pflege und ökologischer Aufwertung. Neben der ersten großen Pflanzaktion wurden weitere Sträucher und Gehölze ergänzt, um die Strukturvielfalt der Streuobstwiese zu erhöhen.
Diese Sträucher haben wir im Frühsommer gepflanzt:
1. Johannisbeere (Ribes rubrum / Ribes nigrum)
2. Stachelbeere (Ribes uva-crispa)
3. Schlehe / Schwarzdorn (Prunus spinosa)
4. Kornelkirsche (Cornus mas)
5. Felsenbirne (Amelanchier ovalis)
Auf Grundlage der zuvor durchgeführten Bodenanalyse konnten wir gezielt Arten setzen, die die Nährstoffbalance des Standortes verbessern und langfristig zur Gesundheit des Bodens beitragen.
Ein weiterer wichtiger Schritt war die erste Mahd von Hand mit der Sense. Diese schonende Form der Pflege fördert die Insektenvielfalt, schützt Bodenbrüter und verhindert die Verdrängung empfindlicher Pflanzenarten. Das Schnittgut wurde zu Mulch und Heu weiterverarbeitet und kam direkt wieder der Fläche zugute.
.jpg)
In dieser Phase entstanden auch erste Biodiversitätsstrukturen, etwa kleine Totholzbereiche, Steinhaufen und ein selbst gebauter Brutkasten an der Hütte.
Sie bieten Unterschlupf für Eidechsen, Wildbienen und andere Tiere, die bereits zuvor auf der Fläche beobachtet wurden.
Der Frühsommer machte deutlich: Wenn Bodenanalyse, traditionelle Pflege und moderne ökologische Methoden zusammenkommen, beginnt eine zuvor vernachlässigte Streuobstwiese sehr schnell wieder zu leben, sichtbar an mehr Blüten, mehr Insekten und einer wachsenden Vielfalt im gesamten Bestand.
Parallel dazu wurden verschiedene regenerative Maßnahmen umgesetzt:
-
Tiefwurzler wurden gesetzt, um den verdichteten Unterboden zu lockern und die Bodenstruktur langfristig zu verbessern.
-
Holzhackschnitzel wurden eingearbeitet, um gezielt Kohlenstoff in das System einzubringen und die Humusbildung zu fördern.
-
Wilde Bereiche und Totholz wurden bewusst belassen, um wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäuger zu schaffen.
-
Zusätzlich wurden Totholzstücke angebohrt, um neue Nistplätze für Wildbienen zu schaffen, als natürlicher Beitrag zur Bestäuberförderung.

Hochsommer 2025 - Hitze, Gießen & Monitoring
Der Hochsommer 2025 stellte die Fläche in Oberensingen vor besondere Herausforderungen - der Sommer war geprägt von insgesamt überdurchschnittlich warmen Bedingungen: heiße Phasen im Juni und Mitte August, dazwischen ein kühlerer, sehr nasser Juli mit vielen Gewittern. Damit zählt er zu den wärmsten Sommern der letzten Jahre, ohne neue Rekorde, aber mit zwei deutlichen Hitzewellen und gleichzeitig viel Regen und Unwettern, die Boden, Bewuchs und junge Pflanzungen stark gefordert haben.
Dabei zeigte sich schnell, welche jungen Gehölze und Stauden gut mit stark wechselhaften Sommern umgehen können und welche Bereiche zusätzlichen Schutz benötigen. Die zuvor angelegten Mulchschichten erwiesen sich als entscheidend: Sie hielten die Bodenfeuchte deutlich länger und verringerten den Wasserbedarf spürbar.
Parallel dazu lief ein Monitoring der gesamten Fläche.
Wir beobachten, wie sich die Vegetation unter Hitze verändert, welche Pflanzen in Stress geraten und wo sich stabile, resiliente Bereiche entwickeln. Besonders spannend war der Vergleich zwischen gemulchten und ungemulchten Zonen - ein praxisnahes Experiment, das uns wichtige Erkenntnisse für zukünftige Bepflanzungen und Pflegekonzepte liefert.
.jpg)
.jpg)
Auch die systematische Erfassung der Blühpflanzen auf der Fläche wurde fortgeführt. Wir haben begonnen, die vorkommenden Arten zu dokumentieren, ein erster Schritt hin zu einem späteren Blühzeiten-Kalender. Schon in den ersten Monaten zeigt sich, dass Bestäuber an vielen Stellen Nahrung finden und wo wir an anderen Bereichen noch unterstützen können.
Die Tierbeobachtungen nahmen ebenfalls zu: Eidechsen, Spinnen und zahlreiche Insektenarten profitierten sichtbar von der Struktur der Fläche.
Der Hochsommer machte deutlich: Klimaanpassung ist kein abstraktes Konzept, sondern findet hier ganz konkret statt. Durch Mulch, Regenwassersammlung, gezielte Beobachtung und das Verständnis, wie eine Fläche auf extreme Witterung reagiert.
Diese Monate haben uns gezeigt, wie wichtig Wassermanagement und vorausschauende Pflege zukünftig sein werden.
Herbst 2025 – Ernte, Unterpflanzungen & Wintervorbereitung
Der Herbst 2025 war einer der aktivsten Abschnitte des Jahres und zeigte eindrucksvoll, wie lebendig die Fläche in Oberensingen inzwischen geworden ist. Zunächst stand die Ernte der Streuobstwiese im Mittelpunkt. Nach dem Pflegeschnitt im Frühjahr trugen die alten Bäume wieder deutlich besser, und gemeinsam wurden Äpfel gesammelt, verarbeitet und zu Apfelmus oder Fruchtleder
verarbeitet, ein Moment, der ökologische Pflege mit sozialem Miteinander verbindet.
Parallel dazu begannen nochmals Unterpflanzungen für die kommende Saison. Unter bestehende Bäume und Sträucher setzten wir Bienen- und Insektenpflanzen wie Lavendel, Thymian, Oregano und weitere Trockenheitskräuter. Diese schaffen blütenreiche Bereiche, verbessern den Boden und unterstützen Bestäuber über die gesamte Saison hinweg. Zusätzlich wurde die Weiki, eine Kreuzung aus Kiwi und Stachelbeere, gepflanzt, die künftig als robuster Naschstrauch zur Vielfalt auf der Fläche beiträgt.

Die Wintervorbereitung schloss die Saison ab: Junge Pflanzen wurden erneut gemulcht, empfindliche Bereiche geschützt und die Fläche insgesamt auf den Ruhestand der Natur vorbereitet. Der Herbst zeigte erneut, wie eng Ernte, Pflege, Artenvielfalt und Teamdynamik miteinander verknüpft sind und wie aus einer kaum betreuten Streuobstwiese Schritt für Schritt ein lebendiges Ökosystem entsteht.

Winter 2025 & 2026 - Bodenruhe, Wintermonitoring & Habitatpflege



Im Winter 2025/26 steht die Fläche in Oberensingen bewusst in Bodenruhe, damit sich der Untergrund nach den intensiven Maßnahmen des Jahres regenerieren kann. In dieser Zeit führen wir ein gezieltes Wintermonitoring durch: Wir beobachten Frostbewegungen, mögliche Staunässe, Wasserabfluss und die Entwicklung der im Frühjahr 2025 gepflanzten Gehölze. Diese Beobachtungen helfen uns, die Pflegestrategie für das kommende Frühjahr optimal anzupassen.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Habitatpflege im Winter. Totholz bleibt liegen, Ast- und Reisighaufen werden bewusst nicht angerührt, da sie wertvolle Rückzugsräume für Kleinsäuger und Insekten bieten. Zusätzlich planen wir die Anlage kleiner Sandhaufen, die als geeignete Struktur für bodennistende Wildbienen dienen und im Frühjahr ein wichtiger Baustein für die ökologische Aufwertung der Fläche sein werden.
Zum Wintermonitoring gehört auch das Dokumentieren der Baumverluste.
Leider sind zwei Gehölze ausgefallen:
-
Eine Blutpflaume, die vermutlich durch Wühlmausfraß an den Wurzeln abgestorben ist.
-
Ein Maulbeerbaum, der ohne klar ersichtlichen Grund eingegangen ist, hier wird eine genauere Standortanalyse erfolgen, um die Ursache besser zu verstehen und zukünftige Pflanzungen anzupassen.
Diese Dokumentation ermöglicht uns, im Frühjahr gezielt nachzupflanzen und die Baumarten so auszuwählen, dass sie optimal zu Standort, Boden und Wasserhaushalt passen.
Tiere auf der Fläche in Oberensingen
Die Fläche in Oberensingen hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem lebendigen Rückzugsort für zahlreiche Tierarten entwickelt.
Durch schonende Pflege, Handmahd und neue Biodiversitätsstrukturen wie viele Totholz-Bereiche und Unterpflanzungen finden hier immer mehr Tiere Nahrung, Schutz und geeignete Lebensräume. Außerdem befinden sich einige Feldgehölz-Strukturen auf der Fläche, die für viele Vogelarten und Kleintiere idealen Schutz bieten. Auf unseren regelmäßigen Rundgängen konnten wir bereits verschiedene Insektenarten, Eidechsen, wie auch Ameisenhaufen und sogar eine Geiß mit Kitz, die sich regelmäßig in dem hohen Gras aufhielten, beobachten. Unsere Wildtierkamera hat zudem viele verschiedene Tiere aufnehmen können. Bilder dazu folgen bald.
Auch Vögel wie Stare, Meisen und Rotkehlchen nutzen die Streuobstwiese als Nahrungs- und Brutraum. Diese Beobachtungen zeigen deutlich, wie sich eine gepflegte, strukturreiche Streuobstfläche innerhalb weniger Monate zu einem wertvollen Lebensraum für heimische Tierarten entwickeln kann.

Rabenkrähe
(Corvus corone)

Feldspatz
(Passer montanus)

Grünspecht
(Picus viridis)

Mäusebussard
(Buteo buteo)

Feldmaus
(Microtus arvalis)

Falkenlibellen
(Corduliidae)

Star (Sturnus vulgaris)

Türkentaube
(Streptopelia decaocto)

Rosenkäfer
(Cetoniinae)
Viele tolle Pflanzen in Oberensingen
Obstgehölze - Altbestand
Der Altbestand in Oberensingen besteht aus einer wertvollen Mischung traditioneller Apfel- und Birnensorten sowie einzelnen Steinobstarten. Viele dieser Bäume sind Jahrzehnte alt und prägen die historische Streuobststruktur. Durch den fachgerechten Schnitt im Frühjahr/Herbst 2025 wurden alte, teilweise über Jahre ungepflegte Bäume revitalisiert, ihre Kronen geöffnet und die Vitalität deutlich verbessert.
Äpfel (Alt- & Traditionssorten)
-
Oberösterreicher (Apfel)
-
Roter Boskoop
-
Roter Trier (fast abgestorben, Mostapfel)
-
Wintersternrenette
-
Schmidapfel / Schmidrenette (Bezeichnung unsicher)
-
Brettacher („misshandelter Baum“, Sanierungsbedarf)
-
Ontario (Apfel)
-
Idared (Apfel) (alternierend zum Ontario)
-
Rheinischer Bohnapfel
Birnen & weitere Kernobst-Arten
-
Weinbirne (2× im Bestand erfasst)
-
Steinobst
-
Zwetschge (Wildling)
-
Kirschpflaume (umgefallener Baum - Totholzstruktur)
Seltene / wertvolle Arten
-
Elsbeere (Sorbus torminalis)
-
Speierling (Sorbus domestica) - neu ergänzt / seit 2025
Obstgehölze – Neupflanzungen 2025
Die Pflanzaktion vom 20. März 2025 diente dazu, den Bestand zu verjüngen und langfristig zu sichern. Neue Apfel- und Kirschsorten wurden gezielt anhand der Bodenanalyse ausgewählt, die einen mäßigen Nährstoffstatus, gute Bodenstruktur, aber leichte Ungleichgewichte bei einzelnen Spurenelementen (z. B. Mangan) zeigte. Diese Jungbäume erhalten in den ersten Jahren besondere Pflege.
Obstgehölze – Neupflanzungen 2025
-
(Pflanzaktion vom 20. März)
-
Junge Apfelbäume (alte Sorten)
-
Junge Kirschbäume
-
Ergänzende Sträucher und Junggehölze (siehe unten)
Ausfälle dokumentiert
-
Blutpflaume - Wühlmausfraß
-
Maulbeerbaum - abgestorben ohne klare Ursache
Strauchschicht & Heckenpflanzen
Die Heckenbereiche spielen eine zentrale Rolle für die Strukturvielfalt der Fläche. Bestehende Arten wie Weißdorn, Holunder und Hasel wurden 2025 durch standortgerechte Wildsträucher ergänzt, um Windschutz, Nistmöglichkeiten und einen besseren Verbund zwischen den Gehölzen
zu schaffen.
Hecke (Bestand + Erweiterung)
-
Crataegus (Weißdorn)
-
Holunder
-
Hasel
-
Schlehe
-
Kornelkirsche
-
Heckenrose / Wildrose (inkl. der riesigen Rose neben dem Ontario-Apfelbaum)
-
Liguster (typisch, optional ergänzt)
Bodenverbesserer & Tiefwurzler
-
Luzerne (Medicago sativa)
-
Ölrettich
-
Buchweizen
-
Ringelblume
Blüh- und Insektenpflanzen
(Etablierung über Mahd, Einsaat und natürliche Sukzession)
-
Wilde Möhre
-
Flockenblume
-
Margerite
-
Wiesensalbei
-
Wilde Malve
-
Natternkopf
-
Klatschmohn
-
Kornblume
Die Zukunft der Fläche in Oberensingen
Nach dem ersten Jahr mit Obstbaumschnitt, Pflanzaktion und Bodenanalyse geht die Fläche nun in eine Phase der gezielten Weiterentwicklung. Ziel ist es, das junge Streuobst-Ökosystem zu stabilisieren, die Artenvielfalt zu erhöhen und die Fläche langfristig widerstandsfähiger zu machen.
Das passiert als Nächstes:
-
Winterruhe & Monitoring: Beobachtung von Bodenfeuchte, Frostbewegungen und Wasserabfluss. Dokumentation der Ausfälle (Blutpflaume durch Wühlmaus, Maulbeerbaum ohne erkennbare Ursache).
-
Habitatpflege: Erhalt von Totholz, Reisighaufen und wilden Bereichen; Anlage kleiner Sandhaufen für bodennistende Wildbienen.
-
Baumpflege & Nachpflanzung: Erziehungsschnitt an Jungbäumen, Kontrolle der alten Bäume und gezielte Nachpflanzungen im Frühjahr.
-
Boden- & Wassermanagement: Mulchaufbau, Tiefwurzler zur Bodenverbesserung und Anpassungen der Wasserführung.
-
Frühjahr/Sommer 2026: Pflege der Neupflanzungen, Schutz vor Trockenheit, Förderung der Blühbereiche und Erweiterung der Insektenstrukturen.
So wächst in Oberensingen Stück für Stück ein lebendiger Naturraum heran, widerstandsfähig, vielfältig und ein Gewinn für Landschaft und Arten gleichermaßen.



